neuigkeiten

09.12.2011 – Kostenlose Kalender für 2012 zum Download auf tamoc.de

Auf meiner Firmenseite finden Sie ab sofort großformatige Jahresplaner für 2012 (Format A0 - 1189 mm x 841 mm) für Ihr Büro oder für zu Hause zum Download.

Sie können die Kalender bei verschiedenen Bilder- bzw. Kalenderdiensten im Internet oder bei Ihrer Hausdruckerei drucken lassen.

Sollten sich Probleme beim Umgang mit den PDF-Dateien ergeben oder sollten Sie Fragen zum Druck haben, schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail. Ich stehe Ihnen für Rückfragen sehr gern zur Verfügung.



die neuen kalender für 2012 jetzt zum download

die neuen kalender für 2012 jetzt zum download



01.03.2011 – Der Flammenrubin im Buchhandel erhältlich

Ab sofort ist "Der Flammenrubin" im Buchhandel oder bei Amazon erhältlich. Das Buch richtet sich an alle Leser ab etwa 10 Jahren. Wer jünger ist und die 240 Seiten hinter dem schönen Hardcover noch nicht alleine lesen möchte, findet bestimmt einen Größeren, der das Buch vorliest.

Im Buch sind mehr als 60 wundervolle Illustrationen von Sandra Havemeister. Die schönsten Zeichnungen findet man in der Galerie zum Anschauen. Viel Spaß beim Lesen.

der flammenrubin

der flammenrubin - eine fantastische erzählung





06.01.2011 – schöne aussichten für das neue jahr

neujahrsgrüße

Schönheit ist in allem Lebendigen enthalten. Schönheit liegt in der Natur, in der Musik, in der Form, in Gedanken. Schönheit will nichts sagen, nichts bedeuten, sondern nur sein.

Ich wünsche Ihnen allen ein an schönen Momenten reiches Jahr 2011.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr tamoc





22.12.2010 – die homepage zum buch

Das Buch "Der Flammenrubin" wird im März 2011 erscheinen. Wer sich schon mal in die Fantasy-Welt einlesen möchte, kann das ab sofort auf der Homepage unter www.flammenrubin.de tun. Neben dem Cover und einer Leseprobe findet man dort eine schöne Karte und viele Hintergrundinformationen zu den Völkern und Charakteren des Buchs. Viel Spaß beim Lesen!

der flammenrubin

der flammenrubin - eine fantastische erzählung





06.09.2010 – tamoc wird politisch

Nein, eigent­lich soll tamoc.de keine poli­ti­sche Sei­te werden. Aber manch­mal wird man eben ge­zwungen, Dinge an- und aus­zu­spre­chen, die an die Gren­ze des Zu­mut­baren gehen. Dazu gehört die De­batte um die Lauf­zei­ten der Kern­kraft­werke. mehr...





betongartenträume




neue fotografien

krabatmühle
krabatmühle in schwarzkollm




pritzen
new stonehenge of pritzen


tamoc #6

Ich bin ein gutmütiger Mensch. Die Not anderer lässt mich nicht unberührt. Ich helfe gern, wo ich kann. Ich habe für die Sorgen anderer immer ein offenes Ohr. Diese mir innewohnende Gutmütigkeit muss es gewesen sein, die mich einst dazu brachte, meine Tür zu öffnen und Tamoc Einlass zu gewähren.

Wie oft habe ich diesen Moment schon bereut. Und wenn ich diesen Kerl gerade wieder dabei beobachte, wie er in der Form eines wohnzimmerfüllenden Graskarpfens auf dem feuchten, bereits aufgequollenen Laminatboden liegt, das Maul aufreißt und wieder schließt und dabei den Fischschwanz vernehmlich auf den Boden klatschen lässt, dann ist auch meine Gutherzigkeit an ihre Grenze gelangt.

„Würdest du bitte etwas kaltes Wasser über mich gießen“, fragt Tamoc .

„Ich soll was?“.

„Etwas Wasser bitte. Es sind quälende Schmerzen für einen Fisch, wenn die Haut austrocknet.“

„Ich soll Wasser über dich gießen? Du liegst in meinem Wohnzimmer! Ich werde ganz bestimmt kein Wasser in mein Wohnzimmer gießen!“ Ich bin außer mir vor Wut über diese Dreistigkeit.

„Dann siehst du zu, wie ich sterbe.“

Ich kann diesen Fisch nicht mehr ertragen. Was habe ich nicht alles für Tamoc getan. Er bekommt zu essen und er isst wahrlich nicht wenig. Er darf es sich in meinem Wohnzimmer gemütlich machen. Er nimmt die Form von abscheulichen Kreaturen an und ruiniert alles, was ich mir durch harte Arbeit geschaffen habe. Er tut nichts, absolut nichts, außer mich zu tyrannisieren.

„Dann musst du eben vertrocknen!“ schreie ich ihn an und bereue die Worte sogleich.

Das Maul des Graskarpfens klappt auf und zu. Eine Flosse fächelt in der Luft. Der Schwanz klappt schwach auf den Boden, das rote Auge rollt haltlos, die Kiemen zittern.

„Ich kann doch kein Wasser in mein Wohnzimmer gießen“, grummle ich noch, als ich schon in der Küche bin und einen Eimer fülle.

„Nie wieder werde ich einen Fremden in meine Wohnung lassen. Und einen fetten Formwandler sowieso nicht“, höre ich mich sagen, als sich das Wasser in einem Schwall über ihn ergoss.

„Danke“, sagt Tamoc erleichtert. „Bereust du es denn, mir geholfen zu haben?“

„Ob ich es bereue? Sieh dir doch mein Wohnzimmer an! Das Laminat ist ruiniert.“

„Aber du hast etwas Gutes getan, ein Leben gerettet.“

„Ja, natürlich. Einen nutzlosen Formwandler habe ich gerettet, der seine Not ganz allein verschuldet hat. Das ist wie mit den Afrikanern, die in überladenen, kaputten Booten übers Mittelmeer fahren und dann von Europa gerettet werden wollen. Eine Idiotie ist das!“

Da begann Tamoc einmal mehr völlig unvermittelt, eine Geschichte zu erzählen: „Es gab einmal einen Mann, der lebte als Bauer mehr schlecht als recht und brachte die beiden Söhne mit Mühen durch. Aber er kannte sein karges Land und liebte es wie er sonst nur seine Frau liebte. Doch dann kamen die Jahre der Trockenheit. Das Land verödete und der Bauer erntete nur Staub.

Da sprach er zu seinem ersten Sohn: 'Gehe du in die Goldene Stadt und arbeite und was du als Lohn verdienst, davon schicke die Hälfte deiner Familie.'

Der älteste Sohn ging fort. Aber es vergingen Jahre und es kam kein Geld und keine Nachricht. Da sprach der Bauer zu seinem zweiten Sohn: 'Es ist bitter, seine Söhne fort zu schicken. Aber gehe auch du in die Goldene Stadt und arbeite und was du an Lohn verdienst, davon schicke die Hälfte deiner Familie.'

Auch der zweite Sohn ging fort. Aber es vergingen Jahre und es kam kein Geld und keine Nachricht. Da sprach der Bauer zu seiner Frau: 'Es ist bitter, die Söhne fort zu wissen und die Frau allein. Aber ich gehe in die Goldene Stadt und arbeite und was ich verdiene, davon schicke ich dir die Hälfte. Und die andere Hälfte werde ich aufbewahren, bis du zu mir kommen kannst.'

Der Alte lief viele Jahre über rissige Erde bis er in der Ferne die hohen Türme der Goldenen Stadt erkannte. Kurz vor dem Verdursten gelangte er an einen See, an dessen gegenüberliegendem Ufer die Tore der Stadt zu sehen waren. Durstig trank er. Aber das Wasser war salzig und brannte in der trockenen Kehle.

Da kam ein Wächter und sprach zu dem Alten: 'Geh weg von hier, dorthin, wo du herkamst.'

'Nein', sagte der Mann. 'Ich muss in die Goldene Stadt. Ich will arbeiten und Geld verdienen, sonst verhungert meine Frau. Auch meine Söhne sind in der Goldenen Stadt und ich will sie wiedersehen.'

'Niemand gelangt auf diesem Weg in die Goldene Stadt.' Der Wächter lachte und höhnte über den Alten.

'Auf welchem Weg gelangt man in die Stadt?'

'Das weiß ich nicht. Aber über diesen See kann man nicht hinüber.'

'Ich kann schwimmen', meinte der Alte.

'Zu schwimmen haben Viele versucht. Aber in der Mitte des Sees gibt es ein großes Netz, dort bleiben sie hängen und ertrinken.'

'Ich könnte ein Boot nehmen.'

'Mit einem Boot haben es Viele versucht. Aber auf den Türmen der Stadt stehen Kanonen, die versenken die Boote.'

'Dann laufe ich um den See herum.'

'Viele sind gelaufen. Aber am Ufer gibt es überall Wächter wie mich.'

Der Alte blickte sich um und erkannte im Flirren der Luft viele Menschen. Sie alle liefen zum See. Da sagte er zum Wächter: 'Es kommen so viele, die werdet ihr nicht alle aufhalten können.'

Doch der Wächter lächelte und sprach: 'Je größer ihre Zahl, umso größer die Sorge in der Goldenen Stadt. Je größer die Sorge, umso sorgfältiger werden die Mittel sein.'

So stand der Alte am See und blickte hinüber in die Goldene Stadt. Viele Jahre stand er dort. Einmal sagte er: 'Meine Söhne sind also auch in diesem See?' Und der Wächter antwortete: 'Der erste ist geschwommen, der zweite nahm ein Boot. Den Vater habe ich aufgehalten.'

'Dann wird meine Frau allein sterben müssen', sprach er, kniete sich nieder und begann, das salzige Wasser des Sees auszutrinken.“

Ich habe keine Ahnung, was Tamoc mir damit sagen will: „Das hat doch nun überhaupt nichts damit zu tun, dass du mein Wohnzimmer ruiniert hast.“ Aber Tamoc hat die Form des Graskarpfens aufgegeben und steht nun als phototoxischer Riesen-Bärenklau vor mir, treibt seine Wurzeln tief in das aufgequollene Laminat und ist nicht mehr ansprechbar.

mehr tamocs...

Stand: 09.12.2011

Creative Commons License
Die meisten Inhalte (Bilder und Texte) der Homepage www.tamoc.de sind unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. Sie dürfen die Inhalte für nichtkommerzielle Zwecke verwenden sowie bei Namensnennung und unter gleichen Lizenzbedingungen verbreiten. Ausgeschlossen von der CCL sind sind die alle Bilder und Texte auf der Subdomain www.fhs.tamoc.de sowie alle Bilder, die Personen zeigen und/oder durch einen entsprechenden Hinweis gekennzeichnet wurden. Für Fragen zu den Lizenzbedingungen oder für die Erteilung einer Lizenz zur komerziellen Nutzung kontaktieren Sie mich bitte via E-Mail.